Wie verändern Daten unsere Städte – und wer gestaltet diese Entwicklungen mit?

Die Data Dreams Summer School lädt FLINTA*-Teilnehmende dazu ein, urbane Datenwelten kritisch, kreativ und interdisziplinär zu erforschen. Gemeinsam mit dem Forschungsprojekt WiSE (Activating Women in Software Engineering), dem NODE Forum for Digital Arts und der Stadt Frankfurt entsteht ein experimenteller Raum zwischen Gestaltung, Technologie, Kunst, Gesellschaft und Stadtentwicklung.

Im Zentrum der Summer School steht die Frage, wie Daten unseren Alltag im öffentlichen Raum beeinflussen: Welche Daten werden in Städten erhoben? Wer sammelt sie – und zu welchem Zweck? Welche Perspektiven fehlen in datengetriebenen Entscheidungsprozessen? Und wie können digitale Systeme gerechter, transparenter und menschenzentrierter gestaltet werden?

Über eine Woche hinweg entwickeln die Teilnehmenden eigene gestalterische Projekte, die sich kritisch, spekulativ oder künstlerisch mit Daten im urbanen Kontext auseinandersetzen. Dabei stehen nicht technische Vorkenntnisse im Vordergrund, sondern Neugier, kritisches Denken und die Bereitschaft, interdisziplinär zu arbeiten.

Die Summer School verbindet Inputs aus Kunst, Design, Stadtentwicklung und Software Engineering mit praktischen Arbeitsphasen, Exkursionen und Gesprächen mit Expert:innen aus Forschung und Praxis. Gemeinsam erkunden die Teilnehmenden urbane Dateninfrastrukturen, Sensorik im öffentlichen Raum sowie künstlerische und gestalterische Perspektiven auf digitale Systeme. Exkursionen, Inputs und experimentelle Formate eröffnen neue Zugänge dazu, wie Daten unsere Wahrnehmung von Stadt prägen – und wie alternative Zukunftsbilder entworfen werden können.

Die Teilnehmenden arbeiten während der Woche eigenständig oder kollaborativ an Konzepten, Interventionen, Installationen, Visualisierungen oder prototypischen Ideen, die am Ende der Summer School öffentlich präsentiert werden. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Daten und urbane Räume zu entwickeln und Gestaltung als Werkzeug gesellschaftlicher Reflexion und Veränderung erfahrbar zu machen.

Die Summer School versteht sich als niedrigschwelliger Experimentierraum für FLINTA*-Personen, die sich für digitale Themen, gesellschaftliche Fragestellungen und kreative Gestaltung interessieren – unabhängig davon, ob sie aus Design, Kunst, Informatik, Kultur-, Sozial- oder Geisteswissenschaften kommen.

Thematische Leitfragen

  • Wer erhebt Daten im Stadtraum?
  • Welche Daten werden sichtbar gemacht – und welche nicht?
  • Welche Interessen und Machtstrukturen prägen urbane Datensysteme?
  • Wie werden marginalisierte Perspektiven berücksichtigt oder ausgeschlossen?
  • Wie können Daten genutzt werden, um gerechtere und inklusivere Stadträume zu gestalten?
  • Welche Rolle können Kunst und Gestaltung dabei spielen?

Mögliche Arbeitsformate

  • Kritische Kartierungen und Visualisierungen
  • Spekulative Designkonzepte
  • Künstlerische Interventionen
  • Datenbasierte Installationen
  • Storytelling und Narrative zu urbanen Daten
  • Partizipative oder interaktive Formate

Kooperation

Die Summer School wird gemeinsam organisiert von:

  • WiSE – Activating Women in Software Engineering
  • NODE Forum for Digital Arts
  • Stadt Frankfurt

Sie verbindet Perspektiven aus Forschung, Kunst, Gestaltung und kommunaler Praxis, um neue Zugänge zu digitalen und datengetriebenen Zukunftsfragen im urbanen Raum zu schaffen.

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