Data Dreams
Summer School

21.– 26. September 2026

@display Frankfurt (Main)

www.data-dreams.net

Wie verändern Daten unsere Städte – und wer gestaltet diese Entwicklungen mit?

Die Data Dreams Summer School lädt FLINTA*-Teilnehmende dazu ein, urbane Datenwelten kritisch, kreativ und interdisziplinär zu erforschen. Gemeinsam mit dem NODE Verein zur Förderung Digitaler Kultur e.V. und der Stadt Frankfurt entsteht ein experimenteller Raum zwischen Gestaltung, Technologie, Kunst, Gesellschaft und Stadtentwicklung.

Im Zentrum der Summer School steht die Frage, wie Daten unseren Alltag im öffentlichen Raum beeinflussen: Welche Daten werden in Städten erhoben? Wer sammelt sie – und zu welchem Zweck? Welche Perspektiven fehlen in datengetriebenen Entscheidungsprozessen? Und wie können digitale Systeme gerechter, transparenter und menschenzentrierter gestaltet werden?

Über eine Woche hinweg entwickeln die Teilnehmenden eigene gestalterische Projekte, die sich kritisch, spekulativ oder künstlerisch mit Daten im urbanen Kontext auseinandersetzen. Dabei stehen nicht technische Vorkenntnisse im Vordergrund, sondern Neugier, kritisches Denken und die Bereitschaft, interdisziplinär zu arbeiten.

Die Summer School verbindet Inputs aus Kunst, Design, Stadtentwicklung und Software Engineering mit praktischen Arbeitsphasen, Exkursionen und Gesprächen mit Expert:innen aus Forschung und Praxis. Gemeinsam erkunden die Teilnehmenden urbane Dateninfrastrukturen, Sensorik im öffentlichen Raum sowie künstlerische und gestalterische Perspektiven auf digitale Systeme. Exkursionen, Inputs und experimentelle Formate eröffnen neue Zugänge dazu, wie Daten unsere Wahrnehmung von Stadt prägen – und wie alternative Zukunftsbilder entworfen werden können.

Die Teilnehmenden arbeiten während der Woche eigenständig oder kollaborativ an Konzepten, Interventionen, Installationen, Visualisierungen oder prototypischen Ideen, die am Ende der Summer School öffentlich präsentiert werden. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Daten und urbane Räume zu entwickeln und Gestaltung als Werkzeug gesellschaftlicher Reflexion und Veränderung erfahrbar zu machen.

Die Summer School versteht sich als niedrigschwelliger Experimentierraum für FLINTA*-Personen, die sich für digitale Themen, gesellschaftliche Fragestellungen und kreative Gestaltung interessieren – unabhängig davon, ob sie aus Design, Kunst, Informatik, Kultur-, Sozial- oder Geisteswissenschaften kommen.

Thematische Leitfragen

  • Wer erhebt Daten im Stadtraum?
  • Welche Daten werden sichtbar gemacht – und welche nicht?
  • Welche Interessen und Machtstrukturen prägen urbane Datensysteme?
  • Wie werden marginalisierte Perspektiven berücksichtigt oder ausgeschlossen?
  • Wie können Daten genutzt werden, um gerechtere und inklusivere Stadträume zu gestalten?
  • Welche Rolle können Kunst und Gestaltung dabei spielen?

Mögliche Arbeitsformate

  • Kritische Kartierungen und Visualisierungen
  • Spekulative Designkonzepte
  • Künstlerische Interventionen
  • Datenbasierte Installationen
  • Storytelling und Narrative zu urbanen Daten
  • Partizipative oder interaktive Formate

Kooperation

Die Summer School wird gemeinsam organisiert von:

  • NODE Verein zur Förderung Digitaler Kultur e.V.
  • Stadt Frankfurt

Sie verbindet Perspektiven aus Forschung, Kunst, Gestaltung und kommunaler Praxis, um neue Zugänge zu digitalen und datengetriebenen Zukunftsfragen im urbanen Raum zu schaffen.

Mentorinnen

Alina Grohe

Alina Grohe

Alina Grohe hat Kulturwissenschaften und Zeitbasierte Medien studiert und arbeitet im Bereich Mediengestaltung und Interaktion. In ihren Projekten verbindet sie kreative Programmierung, interaktive Installationen und eine kritische Auseinandersetzung mit neuen Technologien.

Anne Schwarz

Anne Schwarz

Seit 2021 arbeitet Anne Schwarz in der Kommunalverwaltung daran, eine menschzentrierte Digitalisierung umzusetzen. Bis 2025 hat sie im Tandem die Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Offenbach mit aufgebaut und seit 2026 leitet sie die Stabsstelle Smart City der Stadt Frankfurt am Main. Zuvor war Anne Schwarz 13 Jahre als Beraterin tätig – mit Schwerpunkt auf den Themen Veränderung, Digitalisierung und Strategie. Neben der Arbeit mit und in DAX-Unternehmen in Deutschland hat sie ihre Neugier zwischendurch auch als Entwicklungshelferin nach Südafrika und als Referentin einer NGO nach Berlin geführt. Außerdem engagiert sie sich ehrenamtlich als Ticker-Autorin bei D64, einem digitalpolitischen ThinkTank, wo sie von Dezember 2020 bis November 2023 auch Mitglied des Vorstands war.

Guillemette Legrand

Guillemette Legrand

Guillemette Legrand ist Künstlerin und Forscherin, deren Arbeit sich auf die Entwicklung von Methoden der Untersuchung, Dokumentation und Intervention im Zusammenhang mit computergestützten Infrastrukturen und deren Vorstellungswelten konzentriert. Durch partizipative Interventionen wie Workshops, Multimedia-Installationen, Spielumgebungen und Vortragsperformances sucht sie nach alternativen Praktiken, Organisationsformen und Vorstellungswelten der Informatik. Guillemettes aktuelle Forschung konzentriert sich auf Klimamodellierung und Bildgebung als kosmogrammatische Praktiken – das Schreiben und Zeichnen von Welten. Ihre Arbeiten entstehen stets in Zusammenarbeit und wurden unter anderem im Pera Museum (Istanbul), bei A/D/O (New York), im V&A (London), im V2_ Lab for the Unstable Media (Rotterdam), im ZKM (Karlsruhe), im LUMA (Arles) sowie im Van Abbemuseum (Eindhoven) entwickelt und/oder präsentiert.

Helen V. Pritchard

Helen V. Pritchard

Helen V. Pritchard ist Künstler*in, Designer*in, Geograf*in und Queer-Liebestheoretiker*in. Helens Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Informatik auf soziale und ökologische Gerechtigkeit. Dey engagiert sich beim „Institute for Technology in the Public Interest“ (TITiPI) und schreibt Beiträge für das „Critical Media Lab“. In Zusammenarbeit mit Mitstreiter*innen entwickelt dey Methoden zur Förderung einer Politik des queeren Überlebens und der queeren Praxis. Helen ist Professor*in für queere feministische Technowissenschaft und Forschungsleiter*in am Institut für Experimentelles Design und Medienkulturen (IXDM) der Hochschule für Kunst und Design Basel (FHNW).

Kit Kuksenok

Kit Kuksenok

Kit Kuksenok, PhD, ist ein*e in Berlin lebende Künstler*in, Autor*in und Programmierer*in. Dey hat einen MSci (2014) und einen Doktortitel (2016) in Informatik und Ingenieurwissenschaften von der University of Washington (Seattle) und absolviert derzeit einen zweiten Masterstudiengang an der Hertie School of Governance (Berlin). In den vergangenen zwei Jahrzehnten war Kit im Bereich der Programmierung tätig: als Systemintegrator, Webentwickler, Softwareentwickler, Datenanalyst oder als Dozent für Informatik an der Universität. Seit 2024 arbeitet dey in Teilzeit als Betreuer*in der p5.js-Bibliothek und als Engineering Manager / p5.js-Projektleiter*in bei der Processing Foundation. Neben der technischen Arbeit pflegt Kit eine Forschungspraxis, die Bildgestaltung, Vortrags-Performance und experimentelle Pädagogik miteinander verbindet. Seit über einem Jahrzehnt untersucht Kit in ihrer künstlerischen Praxis des expressiven Tagebuchschreibens und der Datenvisualisierung, wie die Erfassung von Körperdaten – freiwillig oder anderweitig – das kollektive Verständnis und die Vorstellung von unsichtbaren Körperstrukturen und -prozessen beeinflusst.

Tatiana Bazzichelli

Tatiana Bazzichelli

Tatiana Bazzichelli, PhD, ist Gründerin und Leiterin des Disruption Network Lab, einer gemeinnützigen Organisation in Berlin, die sich mit den Schnittstellen von Politik, Technologie und Gesellschaft befasst. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Whistleblowing, Netzwerkkultur, Kunst und Aktivismus. Seit September 2023 ist sie Direktorin des Disruption Network Institute, eines neuen Zentrums für Untersuchung und empirische Forschung zu den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf neue Kriegstechnologien, automatisierte Waffen und vernetzte Kriegsführung. Sie promovierte 2011 in Informations- und Medienwissenschaften an der Philosophischen Fakultät der Universität Aarhus und ist Autorin der Bücher „Whistleblowing for Change“ (2021), „Networked Disruption“ (2013), „Disrupting Business“ (2013) und „Networking“ (2006). Bis 2014 war sie drei Jahre lang Kuratorin beim transmediale-Festival für Kunst und digitale Kultur in Berlin, wo sie das ganzjährige Programm „reSource transmediale Kultur Berlin“ entwickelte und mehrere Veranstaltungen kuratierte.

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.